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Im Dschungel

17. Dezember 2011 – 04. November 2012

Faultiere, Dschungelbuch und Wipfelforscher

Dunkel, grün, undurchdringlich, wild und gefährlich, eine Welt mit eigenen Gesetzen – so stellen wir uns den Dschungel vor, obwohl die meisten von uns noch nie dort waren.

Woher kommen diese Bilder im Kopf und was bedeuten sie? Diesen Fragen geht die neue Ausstellung im Kinder- und Jugendmuseum nach, die spannende Expedition führt mitten in das Dickicht der Mythen und Geschichten, die vom Dschungel erzählen und in die Geschichte der Bilder und Vorstellungen, die wir uns von dieser uns fremden Welt machen.

Anmutende Töne und Geräusche versetzen einen tief in den Dschungel. Ein Wald mit unzähligen Baum-installationen lädt ein, auf verschlungenen Pfaden auf Entdeckungsreise zu gehen. In jedem Baum steckt eine Geschichte. Man trifft auf Bekanntes aus Film und Fernsehen oder aus der Literatur und auf Exponate von Forschungsreisenden: alle erzählen in ihrer Sprache vom Dschungel.

Mit einem Expeditionstagebuch ausgerüstet begegnen die kleinen Forscher
Mowgli und seinen Freunden, dem Tiger Shere Khan oder Baloo dem Bär. Sie
folgen dem durchdringenden Tarzanruf, entdecken die bunte Pflanzen- und
Naturwelt und erfahren von der Bedrohung dieses Lebensraums. Seltene Berufe
wie der des Wipfelforschers oder des Tiertrainers werden vorgestellt. Vorbei am
lauernden Panther kann man zwischen den Bäumen und hoch in den Wipfeln
das Leben im Dschungel entdecken.

Spielerisch wird Wissenswertes mit auf den Weg gegeben. Der Naturraum
Dschungel birgt die größte Artenvielfalt auf der ganzen Welt und sein Ökosystem
stabilisiert unser Klima. Doch ist dieser Lebensraum durch Ausbeutung und
Abholzung bedroht.

Auf diese dramatische Entwicklung macht die Ausstellung ebenfalls aufmerksam,
nicht ohne Wege aufzuzeigen, wie man sich – auch als Kind oder Jugendlicher –
im Alltag und in ausgesuchten Projekten für den Schutz des Regenwalds
einsetzen kann.