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Von der Saline zur Salzlette
Eine Mitmachausstellung für Kinder und Jugendliche, ab 4 Jahren

 


Die Idee

Das Thema der Ausstellung ist: SALZ. Wie entsteht es? Wo kommt es vor? Wozu braucht man es? Welche Wege ging es in seiner wechselvollen Geschichte? Welches Handwerk erforderte es? Was macht es so wertvoll? Was bedeutet Salz heute?

Heute kennt man Salz als Streusalz im Winter, als Dünger und aus dem Chemiebuch. Und natürlich aus dem täglichen Gebrauch in der Küche. In jedem Haushalt findet sich ein Salzstreuer mit Speisesalz, jedes Kind kennt es: es ist weiß und körnig, es schmeckt salzig und macht durstig. Zuviel davon ist ungesund und ohne Salz schmeckt das Essen fade. Kaufen kann man Salz überall und sehr günstig.

Früher war Salz schwer zu gewinnen, es erforderte spezielles Wissen, eine eigene Technik und Handwerk, es wurde über weite Wege verbracht und wie Gold gehandelt. Es gestaltete Landschaften und gründete Städte. Salz war wertvoll, teuer und doch lebensnotwendig. Für jeden einzelnen Organismus und für das Wohl der Gemeinschaft: mit Hilfe des Salzes konnten Lebensmittel haltbar gemacht werden, was ertragslose Zeiten zu überbrücken half und den Handel mit Waren förderte.


Die Ausstellung

Die Ausstellung ist als historischer Spielraum für Kinder und Jugendliche inszeniert. Gestaltete Erlebnisräume mit interaktiven Objekten und einem Angebot an verschiedenen Tätigkeiten ermöglichen den Besuchern, die unterschiedlichen Aspekte und Eigenschaften des Salzes anschaulich zu begreifen. Zusammen zeigen die einzelnen Stationen den Weg des Salzes auf: von der Gewinnung und Verarbeitung zu Handel, Geschichte und heutigen Verwendungsmöglichkeiten.

Jede Station der Ausstellung lässt die Besucher aktiv werden: sie laden ein zur Identifikation mit historischen Tätigkeiten, zum Erfahren und Lernen durch Nachmachen und Ausprobieren. Dabei helfen Verkleidung und Ausrüstung: mit Schürze oder Kittel und dem entsprechenden Werkzeug wird man zum Deichelbauer oder Siedemeister. Als Salzamtmann kann man Münzen prägen und als „Salifex" mit dem eigenen Salz handeln. 

Jeder Besucher kann sein selbst hergestelltes Salz mit nach Hause nehmen. Für dieses kostbare Gut war er während des Ausstellungsbesuchs im Bergwerk gewesen, hat Pumpen bedient und Deicheln gebohrt und diese zur Soleleitung verlegt. Er hat die Sole im Sudhaus versotten, das Salz getrocknet und gestampft und das gewonnene Salzfuder transportiert. Dafür musste er Zölle zahlen oder es gar schmuggeln. Im Salzamt wurde das Produkt geprüft und gewogen und für den Handel frei gegeben.

Es wurden Salzsäckchen genäht, die mit einem eigenen Wappen bedruckt wurden. Vielleicht wurde das selbst hergestellte Salz sogar noch weiterverarbeitet, zum Badesalz oder einem Heilmittel.  

Und ganz nebenbei hat man noch durch Begleittexte, Vitrinen und Computerspiele wissen gelernt, wo das Salz herkommen kann, wie viel Salz in Nahrungsmitteln enthalten ist oder was man aus den Bestandteilen des Salzes mit chemischen Verfahren alles herstellen kann. 

SALZ - gestern und heute, als „weißes Gold" und überlebenswichtiger Stoff, als Ursprung vieler interessanter Tätigkeiten und vergessener Handwerkskünste: all dieses lässt sich in dieser Ausstellung mit allen Sinnen erfahren.

Die Ausstellung ist eine Produktion des Kinder- und Jugendmuseums München. 

 


Hinweise für Leihnehmer

Ein Bergwerk mit Salzsee, Pumpstationen, die Deichelbaustelle und nicht zuletzt das Salzsieden im Sudhaus vermitteln authentisch die Mühen der Salzgewinnung. Ein Zollhaus mit Schranke gibt Auskunft über Handelswege, Zölle und Salzsteuergesetze. Das Zentrum der Ausstellung bildet der historische Marktplatz mit Fuhrwerk, eingerahmt von fünf verschiedenen Häuschen: Salzamt, Werkstatt, Laden, Apotheke und Kantine. Ein kleiner inszenierter Biergarten kann gleichzeitig als Brotzeitecke genutzt werden.

Unterschiedliche Dachkonstruktionen und Höhen der Häuschen (zwischen 3 - 4,5 m) ergeben ein lebendiges und vielfältiges Stadtbild. Die Grundfläche aller Häuschen beträgt 2,25 X 2,25 m. Alle Häuschen können unabhängig voneinander positioniert werden. Die flexibel ausklappbaren Seitenwände markieren die Aktionsräume und dienen gleichzeitig als Ausstellungsträger. Die Aktionsbereiche der Ausstellung sind dadurch sehr wandlungsfähig und können so der Raumgröße und der Besucherkapazität angepasst werden.

Die Ausstellung ist sowohl für den Außen- wie auch Innenbereich geeignet. Alle Häuschen sind verschließbar und wetterfest. Das Programmangebot der einzelnen Stationen lässt sich leicht modifiziert sowohl im Innen- wie Außenbereich durchführen. 

Falls es einen speziellen örtlichen Bezug zur Salzgewinnung gibt, bietet die Ausstellung Raum diesen in einer Station umzusetzen. 

 

Flächenbedarf

Ausstellung: ca. 500 qm

Betreuung:
Die Ausstellung benötigt - je nach Besucheraufkommen - drei bis vier pädagogische Mitarbeiter. 

Leihnahme und Kosten:
Das Team des Kinder- und Jugendmuseums München organisiert den An- und Abtransport der Ausstellung, führt den Auf- und Abbau durch und berät bei Präsentation und Programmgestaltung. Ein Handbuch zur Ausstellung ergänzt die Schulung der pädagogischen Mitarbeiter vor Ort. 

Die Kosten setzen sich aus einer wöchentlichen Leihgebühr und den Kosten für Transporte, Auf- und Abbau, Schulung zusammen. Die wöchentliche Leihgebühr verringert sich entsprechend der Dauer der Leihnahme. 

Gerne machen wir Ihnen ein Angebot:
info@kindermuseum-muenchen.de

 

Bisherige Ausstellungsorte

28. März - 22. November 09
Kinder- und Jugendmuseum München

8. August 08 - 5. Okt. 08
Stadt Ingelheim/ Markthalle

7. Juni 08 - 22. Juni 08
Isarinsel München

24. August 06 - 18. März 07
MACHmit! Museum für Kinder, Berlin

5. April 06 - 26. Juni 06
Museum Bünde/ Westfalen

18. März 05 - 11. September 05
Kinder- und Jugendmuseum München