|
Töne erforschen, Klang entdecken, Musik erleben Eine Mitmachausstellung für Kinder ab 4 Jahren
Die Idee
Die Welt ist voll von Leben und Bewegung. Und damit reich an Geräuschen, leisen und lauten, angenehmen ebenso wie störenden; sie ist voll von Klängen, Stimmen und Tönen wie auch von Lärm, Krach und Geschrei.
Zugang zu dieser Welt und Orientierung darin bieten unsere Sinne. Die Fähigkeit zu hören ist ein sehr wichtiger, angeborener Grundsinn, der es uns ermöglicht, auf akustische Reize zu reagieren und diese einzuordnen, Gehörtes zu verstehen und nachzuahmen und das Sprechen zu erlernen. Auch Kommunikation hat mit dem Hören zu tun: Fähigkeiten wie das Hinhören und Zuhören sind nicht angeboren, sondern werden in dialogischen Situationen erlernt.
Musikinstrumente bergen in diesem Sinne viele Möglichkeiten: sie sind von großer dinglicher Präsenz, faszinierend und von hohem ästhetischen Reiz. Die große Fertigkeit, die nötig ist, sie herzustellen und die hohe Kunst, sie spielen zu können, machen sie in mehrfacher Hinsicht zu kostbaren Objekten.
Der sinnliche Reiz der verschiedenen Instrumente lockt, diese anzufassen, auszuprobieren, zu vergleichen und genau hinzuhören. Selbständig oder mit professioneller Anleitung lassen sich den Instrumenten auf verschiedene Weise Töne entlocken. Die Freude darüber und der Stolz, die Instrumente bedienen zu können schulen kommunikative und soziale Kompetenzen gleichermaßen.
Instrumente sind auch im physikalischen Sinn Klang-Körper, die mit Hilfe unserer Hände oder unseres Atems in Schwingung versetzt werden. Wie dabei Töne entstehen, wodurch sie sich unterscheiden und wie man sie hören kann, lässt sich spielerisch und experimentell entdecken.
Dieses Verständnis, wie Instrumente funktionieren und die Erfahrung, wie sie sich spielen lassen und anhören, weckt die Neugierde auf die Welt der Töne und Klänge und kann die Grundlage bilden für ein offenes, begeistertes Erleben von Musik.
Die Ausstellung
Experimentierbereiche und Werkstätten laden dazu ein, sich auf eine spannende Reise in diese Welt der Töne und Klänge zu begeben. 26 interaktive Stationen, die den Bogen von der Entstehung eines Tons über seine vielfältigen Eigenschaften bis hin zum Musikerlebnis spannen, regen kleine und große Besucher dazu an aktiv zu werden, zu forschen, zu lernen und zu verstehen.
Die Stationen sind in vier Themenbereiche gegliedert: Töne entstehen, Töne unterscheiden sich, Töne werden gehört, Töne werden zur Musik. Die einzelnen Bereiche bauen thematisch aufeinander auf und sind entsprechend räumlich gegliedert. Eine einladende Inszenierung und die Gestaltung der einzelnen Stationen erlauben Erfahrungen mit allen Sinnen zu machen. Es gibt vieles auszuprobieren, und - da Töne flüchtig sind - manches öfter!
Im zweiten Teil der Ausstellung dürfen die jungen Besucher alle Instrumente des großen klassischen Sinfonie-Orchesters sowie des Jazz, Rock und Pop angreifen und spielen. Unter professioneller Anleitung werden die Kinder an die Musik herangeführt. Es wird ihnen gezeigt, wie man mit einem Instrument umgeht, wie man richtig pfeift, bläst, streicht oder trommelt.
Im Umgang mit den Instrumenten fallen Hemmschwellen - die Lust auf das gemeinsame Musizieren wird geweckt. Es geht um das Zuhören, um das Selber machen und ganz besonders um die Entdeckung der eigenen Kreativität. Die Kinder sind die Akteure - sie werden angeregt zu experimentieren, zu fragen und auszuprobieren. Für viele Kinder mag dies sogar die erste Begegnung mit einem Instrument sein.
Die Ausstellung ist eine Eigenproduktion des Kinder- und Jugendmuseums München. In Kooperation mit Prof. Gerd Albrecht und Das Klingende Museum.
Hinweise für Leihnehmer
Die Ausstellung ist in zwei Teile gegliedert. Zum einen die interaktiven Objekte, die einen Ausstellungsraum benötigen; zum anderen die Sammlung von Instrumenten in einem oder besser zwei separaten Räumen. Das Ausprobieren der Musikinstrumente ist nur als Workshop durchführbar. Diese Veranstaltungen finden unter Anleitung, in geschlossenen Gruppen (bis 15 Personen) mit begrenzter Dauer (ca. 30 Min.) statt.
Flächenbedarf
Ausstellung: ca. 250 qm
Zwei Räume für Instrumentenworkshops: je 100 - 150 qm
Betreuung
Die Ausstellung benötigt - je nach Besucheraufkommen - zwei bis drei pädagogische Mitarbeiter. Die Instrumentenworkshops sind mit je einem Mitarbeiter durchführbar.
Leihnahme und Kosten
Das Team des Kinder- und Jugendmuseums München organisiert den An- und Abtransport der Ausstellung, führt den Auf- und Abbau durch und berät bei Präsentation und Programmgestaltung. Ein Handbuch zur Ausstellung ergänzt die Schulung der pädagogischen Mitarbeiter vor Ort.
Die Kosten setzen sich aus einer wöchentlichen Leihgebühr und den Unkosten für Transporte, Auf- und Abbau, Schulung zusammen. Die wöchentliche Leihgebühr verringert sich entsprechend der Dauer der Leihnahme.
Die Instrumente sind nicht im Leihumfang enthalten. Vermittelt werden kann das pädagogische Konzept der Workshops zu den einzelnen Instrumentengruppen, sowie die erforderlichen Reinigungs- und Wartungsmaßnahmen der Instrumente.
Gerne machen wir Ihnen ein Angebot: info@kindermuseum-muenchen.de
Bisherige Ausstellungsorte
6. März - 2. Juni 2009 Kaiserliche Hofburg zu Innsbruck, präsentiert von Klangspuren Schwaz Tirol
18. Mai - 4. November 2007 Kinder- und Jugendmuseum München
|